Rahmenbedingungen
Die ÖkoStrom Saar GmbH ist grundsätzlich an der Nutzung von Dachflächen interessiert, die eine ausreichende Größe aufweisen und für die Solarstromnutzung gut geeignet sind.
Konkret bedeutet das, dass die ÖSS GmbH mit dem Dacheigentümer einen Gestattungsvertrag abschließt, der die Dachnutzung über einen Zeitraum von 20-25 Jahren regelt. Mit dem Gestattungsvertrag wird in der Regel auch eine Pachtzahlung vereinbart, die je nach Qualität und Größe der Dachfläche bei 1-3 % der Einspeisevergütung für den erzeugten Strom liegt. Umgerechnet auf einen Quadratmeter Solarmodulfläche entspricht dies einer Pachtzahlung zwischen 0,50 und 1,50 €/m². Bei Schrägdächern entspricht die Modulfläche in etwa der genutzten Dachfläche, bei Flachdächern kann auf Grund der nötigen Abstände zwischen den Modulreihen nur ca. ein Drittel der Dachfläche genutzt werden.
Bei einer PV-Anlage mit einer Leistung von 100 kW (z.B. Schrägdach mit ca. 1.000 m²) entspricht eine 2%-ige Pachtzahlung einem Betrag von ca. 1.000 €/Jahr.
Voraussetzungen
Ob ein Dach nun geeignet ist oder nicht, hängt von folgenden Kriterien ab:
- Ausrichtung bei Schrägdächern:
Das Dach sollte in der Ausrichtung zwischen Südost und Südwest liegen, mehr als 45° Abweichung von der Südrichtung sind nicht tolerierbar.
- Verschattungsfreiheit:
Im Tagesverlauf sollte idealerweise überhaupt keine Verschattung der Dachfläche auftreten, nur kleine Teilverschattungen früh morgens oder spät abends sind zu tolerieren.
- Guter Zustand der Dacheindeckung:
Die Dachfläche muss für mindestens 20 Jahre haltbar sein, in den meisten Fällen bedeutet dies dass die letzte Sanierung nicht mehr als 10 Jahre zurückliegen darf. Bei ohnehin renovierungsbedürftigen Dacheindeckungen kann es jedoch interessant sein, diese in einem Zuge mit der Installation einer Photovoltaikanlage zu ersetzen.
- Statische Eignung:
Das Dach muss ausreichend tragfähig sein, um die zusätzliche Last durch die Solarmodule aufnehmen zu können. Dies ist bei Schrägdächern meist gegeben, bei Flachdächern muss die zusätzlich mögliche Dachlast bestimmt werden.
- Netzanschluss:
Bei Leistungen über 100 kW muss auch die Möglichkeit der Netzeinspeisung geprüft werden, um den dafür nötigen Aufwand abzuschätzen.
Ihre Vorteile
Über den rein finanzielle Aspekt hinaus setzt eine Photovoltaikanlage auf Ihrem Dach auch ein Zeichen für ökologisches Engagement und Innovationsfreude. Gerade in Bezug auf die Aussenwirkung v.a. gewerblicher Gebäude ist der positive Aspekt einer Solarstromanlage nicht zu unterschätzen, schließlich ist die Solarenergie in der öffentlichen Wahrnehmung seit Jahrzehnten unangefochtene Nr. 1 unter den Energieträgern.
Weiterhin ist davon auszugehen, dass heute installierte Solarmodule noch weit über die Vertragsdauer hinweg Strom erzeugen - aktuelle Untersuchungen legen den Schluss nahe, dass die Solarmodule Lebensdauern von über 30 Jahren aufweisen. Damit können Sie als Dacheigentümer nach Ablauf eines Gestattungsvertrages noch viele Jahre kostenlosen Solarstrom erzeugen.