Sauber und umweltfreundlich Strom erzeugen? Jeder, der ein geeignetes Dach besitzt kann mit Solarzellen auf dem eigenen Dach seinen Strombedarf ganz oder teilweise mit der Kraft der Sonne erzeugen. Und durch die aktuell sehr gute Förderung der Photovoltaik durch das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) lohnt sich der Betrieb einer privaten Photovoltaikanlage in der Regel auch finanziell.
Die Voraussetzungen
Ökologische Motive, technisches Interesse, die Faszination der Stromerzeugung aus Sonnenlicht – Gründe für den Kauf einer PV-Anlage gibt es viele. Wichtig ist es einen möglichst optimalen Platz für die Anlage zu finden. Schrägdächer, die nach Südost bis Südwest geneigt sind, sind geeignet, auch reine West- oder Ostdächer können genutzt werden, allerdings muss man hier mit Ertragseinbußen von 20-30 % rechnen. Flachdächer sind geeignet, wenn in Südrichtung keine Gebäude oder Bäume stehen, die tagsüber Schatten auf das Dach werfen. Auch an Fassaden können PV-Anlagen installiert werden, die Module werden dann lamellenartig an der Fassade befestigt.
Anlagengröße
Die vorhandene Fläche bestimmt die maximale Leistung der PV-Anlage: Auf Schrägdächern werden pro Kilowatt Spitzenleistung (kWp) ca. 10 m2 Fläche benötigt, bei Flachdächern 25-30 m2.
Bei der Bestimmung der Anlagengröße kann man sich auch an der Strommenge orientieren, die jährlich produziert werden soll. Pro kWp Leistung produziert eine gute Anlage ca. 800-900 Kilowattstunden (kWh) Strom pro Jahr. Demnach benötigt ein Durchschnittshaushalt eine PV-Anlage mit einer Leistung von ca. 4 kWp, um seinen Strombedarf rechnerisch vollständig mit Solarenergie zu decken.
Finanzierung
Die KFW stellt langfristige und zinsgünstige Darlehen für den Erwerb von Photovoltaikanlagen zur Verfügung. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Bank welche Darlehen für Sie in Frage kommen oder entnehmen Sie die aktuellen Darlehens- und Zinskonditionen der Internetseite der KFW.
Angebote einholen
Holen sie auf alle Fälle mehrere Angebote von verschiedenen Anbietern ein. Machen Sie dem Händler dabei möglichst genaue Angaben über die baulichen Voraussetzungen vor Ort, vor allem bezüglich der Montageart (Flach- oder Schrägdach), Ausrichtung nach Himmelsrichtung und eventuell auftretenden Verschattungen der geplanten Modulfläche. Viele Händler sehen sich die Gegebenheiten auch gerne vor Ort an; weisen sie in diesem Fall auf Besonderheiten hin, die für die Montage der Anlage problematisch sein könnten, z.B. was die Kabelverlegung betrifft und zeigen sie dem Installateur mögliche Montageplätze für den/die Wechselrichter und Ihren Stromanschluß (Zählerkasten).