Projektierung – Kapitalbeteiligungen – Beratung

Photovoltaik

Ein Leitfaden

Anlagenauswahl

Lassen Sie sich Zeit bei der Auswahl der Anlagenkomponenten und holen Sie den Ratschlag von unabhängigen Beratern ein (z.B. Energiewende Saarland e.V., Verbraucherzentrale). Bei der Modulauswahl kann man sich neben dem Preis an einigen technischen Kennwerten orientieren, z.B.:
  • möglichst niedrige Leistungstoleranz (max. Abweichung der tatsächlichen Leistung von der Nennleistung); mehr als ± 5 % entsprechen heute nicht mehr dem Stand der Technik.
  • niedriger Leistungsabfall bei Erwärmung
  • außerdem sollte man darauf achten, dass das Modul den gängigen Normen entspricht (IEC 1215, ISPRA 503)
  • fast alle Hersteller garantieren die Leistung des Moduls auch über einen längeren Zeitraum, z.B. 20 Jahre auf 80 % der Nennleistung.
Entscheidend beim Wechselrichter-Vergleich sind vor allem der Wirkungsgrad (der „europäische Wirkungsgrad“ ist ausschlaggebend), die Garantiezeit (mind. 2, besser 5 oder 10 Jahre) und die Ausstattung: Viele Wechselrichter können ihre Daten (Leistung, Ertrag etc.) auf den PC übertragen, was eine gute Anlagenkontrolle ermöglicht. Sinnvoll und notwendig ist es auch, den Installateur nach Referenzanlagen zu fragen, die besichtigt werden können. Viele Anlageneigner geben ihre Erfahrungen gerne weiter.

Der Bau der Anlage

Wenn Sie die Anlage nach Hause geliefert bekommen und selbst in Empfang nehmen, sollten Sie die Lieferung sofort auf Transportschäden überprüfen, denn die Reklamationsfristen sind meist sehr kurz. Ebenso sollten sie die fertig montierte Anlage daraufhin überprüfen, ob alle Arbeiten korrekt und sauber ausgeführt wurden. Achten Sie auf eine vernünftige technische Dokumentation der Anlage. Ist alles in Ordnung, kann die Anlage vom EVU abgenommen und in Betrieb genommen werden. Die Inbetriebnahme muss von einem Elektroinstallateur beantragt werden.

Betrieb

Wartungsarbeiten sind beim Betrieb von PV-Anlagen praktisch nicht notwendig. Allerdings sollte man zumindest monatlich die Stromerträge notieren, um eventuelle Fehlfunktionen, z.B. defekte Leitungsverbindungen oder einen Wechselrichter-Ausfall, rechtzeitig zu erkennen.